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Jutta Berg-Schmitt
Teilnehmerin "Leipzig liest" 2008

Ein besonderes Interesse für die deutsche Sprache ist mir nicht gerade in die Wiege gelegt worden.

Nach dem Abitur habe ich zunächst eine Ausbildung zur Pharmazeutisch-Technischen Assistentin absolviert und lange Jahre in diesem Beruf gearbeitet, der mir sehr viel Spaß machte. Damals wusste ich jedoch noch nicht, dass die dort gewonnenen Erfahrungen mir später noch von großen Nutzen werden sollten.

Irgendwann, ich war schon fast dreißig, habe ich mich dann entschlossen, meinen ursprünglichen Berufswunsch zu verwirklichen und ein Lehramtstudium aufzunehmen. Begonnen habe ich mit den Fächern Englisch und Französisch, habe Französisch dann aber gegen Deutsch ausgetauscht.

Gerade einfach war das natürlich nicht, denn ich musste mein Latinum nachholen, wofür ich acht Monate gebraucht habe, und mich wieder intensiv in eine Fremdsprache einarbeiten. Meine Begeisterung für die Germanistik war jedenfalls geweckt, und nun ging es Schlag auf Schlag.

Im Jahr 2003 erwarb ich meinen Magister in den Fächern Deutsch und Englisch. Der Titel der Magisterarbeit lautete: Untersuchungen zur Verständlichkeit der Textsorte "Packungsbeilage für Fertigarzneimittel". Wie unschwer zu erraten ist, waren mir hier meine Insider-Erfahrungen aus der Apotheke und die über die Jahre vor Ort gesammelten Packungsbeilagen von größtem Nutzen.

Im gleichen Jahr schloss ich auch mein Lehramtstudium ab und trat mein Referendariat an einer Realschule an, das ich 2005 abschloss. Meine  Examensarbeit für das zweite Staatsexamen hatte natürlich auch etwas mit Sprache zu tun, diesmal mit der Förderung des Lesens. Ihr Titel lautete sehr hochtrabend: Förderung des Lesens als kulturelle Praxis durch den Umgang mit Jugendliteratur und Sachtexten zum Thema "Leben in unserem afrikanischen Partnerland Ruanda" im Deutschunterricht einer Klasse 7. Seit Abschluss des Refendariats arbeite ich mit großer Freude als Lehrerin an einer Realschule.

Das ist aber bekanntlich noch nicht alles. Da mir die Arbeit an meiner Magisterarbeit so großen Spaß gemacht hatte und ich auch während des Studiums jemand war, der gerne Hausarbeiten schrieb, wollte ich weiter schreiben. So wurde die Magisterarbeit weiter ausgebaut zu einer Dissertation mit dem Thema Wissenstransfer Arzneimittel - Untersuchungen zu Packungsbeilagen, und ich erhielt im Jahr 2005 die Doktorwürde.

Inzwischen war mir klar geworden, dass ich während des Studiums so viel gelernt hatte, dass es eigentlich schade sei, wenn all dies wieder vergessen werden sollte. Daher nahm ich ein neues Projekt in Angriff. Ich begann, zunächst nur für mich selbst, alles aufzuschreiben, was ich mir zur deutschen Sprache im Gedächtnis behalten wollte. Irgendwann dachte ich mir dann, dass auch andere Menschen an diesem Wissen teilhaben könnten. Ich sammelte immer mehr Ideen und baute diese zu einem Buch aus. Wichtig dabei war mir einerseits wissenschaftliche Genauigkeit, andererseits wollte ich aber auch, dass meine Ideen für jedermann verständlich sind und das Lesen zudem noch Spaß machen sollte. Daraus entstand dann mein Buch                       

Deutsch die schreckliche Sprache -   Eine Reise durch die Welt der deutschen Sprache.

Besonderen Spaß hat mir dabei nicht nur das Schreiben gemacht, sondern auch Ausgestaltung des Umschlags. Die Abbildung auf dem Umschlag habe ich selbst gezeichnet, worauf ich natürlich sehr stolz bin. Die dort dargestellten  Blütenranken sollen Sprache darstellen, in der es, wie bei einer echten Blume, Knospen, Blüten und Blätter in allen Nuancen gibt.

Ein besonderes Erlebnis im Zuge der Veröffentlichung meines Buches war die Leipziger Buchmesse vom 13.-16.03.2008. Dort wurde mein Buch nicht nur am Stand des BOD-Verlages präsentiert, darüber hinaus hatte ich Gelegenheit, mein Buch bei Leipzig liest selbst vorzustellen. Dies geschah im Rahmen einer Lesung am 13.03.2008 im Congress Center Leipzig.

        

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